Den Soldaten verstehen
Du kämpfst für den Sieg, in einem gnadenlosen Krieg. Leben werden genommen, werden nie zurückkommen. Abzeichen auf einer Uniform, Menschen gepresst nach Norm. Die Schlachtrufe erschallen, Todesschreie verhallen. Der Kampf ums Überleben, in diesem Moment, kann es nichts anderes geben. Es ist die nackte Angst, gegen die Du nicht ankannst. Du zielst und feuerst, immer wieder. Du hörst die Schreie, wo Menschen brechen nieder. Knapp daneben, dem Tod entronnen. Du verstehst es noch nicht, bist wie benommen. Doch der Tod er ist überall um Dich. Deine Kameraden sinken zusammen. Du fragst dich wieder, was tu ich, was tu ich ? Siehst wo du hinschaust nur lodernde Flammen. Verstärkung ist da, sie hat euch erreicht. Das Ende ist nah, Du fühlst Dich unendlich leicht. Du kannst ein Stück zurück, ausruhen, vergessen. Du hast ein klein bißchen Glück, und bekommst etwas zu Essen. Doch danach zurück an die Front, schon wieder im Feuer. Du meisterst es gekonnt, Dir ist alles geheuer. Du denkst Du hast alles gesehen. Die Feuertaufe, Du hältst allem stand. Doch der feindliche Sturm, er wird Euch niedermähen. Du liegst da und stirbst, in diesem fremden Land. Daheim da weint Deine Frau und Dein Sohn. Er schwört seine Rache wird des Feindes grausiger Lohn. Doch auch er wird sterben ob im Bett oder im Krieg. Denn am Ende gibt es für niemand einen Sieg. Den Krieg zu verstehen ist schwer, doch man sollte zumindest den Soldaten verstehen. Ein kluger Mann sagte einst: Der Soldat wird zum Kämpfen ausgebildet, er kann nur hoffen das die Sache wofür er kämpft gerecht ist.